Am 21. Spieltag mussten wir zum schweren Auswärtsspiel nach Salza. Wir hatten nur ein Ziel: den Tabellenführer ärgern und zeigen, was in uns steckt.
Der Plan war klar: Salza mit einem ungewohnten System überraschen, diszipliniert im Verbund verteidigen und im richtigen Moment die Nadelstiche setzen. Das gelang uns von der ersten Minute an hervorragend. Wir machten die Räume eng, störten den Gegner früh im Spielaufbau und schalteten nach Ballgewinn immer wieder selbstbewusst um. So erspielten wir uns gute Torchancen.
Bereits in der 7. Minute war es Niklas, der uns mit einem satten Schuss aus gut 18 Metern in die kurze Ecke mit 1:0 in Führung brachte. Mit der Führung im Rücken hielten wir konsequent an unserem Plan fest, zwangen den Gegner immer wieder zu einem tiefen Spielaufbau und schlugen im richtigen Moment zu. In der 16. Minute eroberte Franz mutig und entschlossen den Ball am gegnerischen Strafraum, blieb vor dem Torwart eiskalt und schob zum 2:0 ein. Nur sieben Minuten später erhöhte Jonas mit einem schönen Lupfer auf 3:0. Den Halbzeitstand von 4:0 besorgte erneut Niklas mit einem “geisteskranken” direkt verwandelten Freistoß. Auch wenn Salza in Halbzeit eins zwei hundertprozentige Chancen liegen ließ, ging unsere Führung auch in dieser Höhe absolut in Ordnung.
In der Halbzeitpause war uns allen klar: Hier ist noch nichts entschieden. Wir wussten, dass wir die ersten 15 Minuten gemeinsam überstehen müssen, weil Salza alles reinwerfen würde und definitiv in der Lage ist, so einen Rückstand aufzuholen.
Nach einem holprigen Start in die zweite Hälfte und wütendem Anlaufen des Gegners war es Knolle, der das Durcheinander nach einer Ecke nutzte und zum 5:0 einköpfte. Doch auch beim Stand von 5:0 waren wir weiter hungrig und setzten gefährliche Konter. So war es Ludi, der in der 56. Minute nach einem Traumpass von Niklas den Torwart zum 6:0 überwand. Ab der 70. Minute merkte man unseren Jungs den enormen Aufwand an, die Kräfte schwanden spürbar. So kam Salza noch zu drei Treffern, die unseren verdienten Auswärtssieg aber nicht mehr gefährden konnten.
Festhalten muss man: Der Schlüssel zum Sieg war der Teamspirit der gesamten Mannschaft. Jeder, ob auf dem Platz oder auf der Bank, war voll da und gab alles für diesen Erfolg. Als Trainer kann man nur stolz sein, so eine Einheit zu haben, die alles raushaut und sich gegenseitig unterstützt.
Jungs, was für eine Leistung! Was für ein Spiel. Was für ein Sieg. Und nicht nur dieser Sieg: Ihr spielt eine starke Rückrunde. 8 Spiele, 7 Siege, 1 Unentschieden. Punkt.
Glück auf! Renè Runde
Fotos: Jasmina Draftz































































